Ein Blog ist schnell eröffnet und die meisten haben anfangs auch kaum Mühe, geeignete Inhalte zu finden. Doch nach einer Weile wird es immer schwerer, neue Ideen zu finden. Blogger Stephan Marti gibt Tipps, wie und wo man zu Themen für seinen Blog kommt.
1. Bin ich der geborene Blogger?
Versetzen sie sich in die 7. Klasse zurück. Montagnachmittag - Aufsatz! Es gab drei mögliche Arten von Aufsatzthemen:
- vorgegebene Themen die einem zusagen
- vorgegebene Themen über die man zuerst eine halbe Stunde nachdenken muss
- freie Themen die man selbst wählt.
Wenn sie die dritte Art auch heute noch nicht mögen, dann suchen sie lieber keine Ideen für einen Blogbeitrag, sondern eine andere Art, die Zeit tot zu schlagen.
2. Tag und Nacht griffbereit
Bloggen muss Freude bereiten und nur so kommen sie zu Ideen. Es gibt zwei Möglichkeiten, von denen sie zumindest eine jederzeit anwenden können:
- ein extrem gutes Gedächtnis
- oder Notizpapier und Kugelschreiber
- und zusätzlich ein Fotohandy oder eine Digitalkamera
Möglichkeiten, Themen zu sammeln: Zeitungen zerfleddern und verschreiben; Referate mitschreiben; Situationen auf Bild festhalten, die andere nicht beachten; Stichworte bei Fernsehsendungen notieren usw.
3. Eigenes Datenmaterial aufbewahren und finden
Alles. was Sie digital oder auf Papier auf die Seite legen können, gehört nicht in den Kopf. Denn dieser soll Zusammenhänge verdrahten können, dazu muss er möglichst frei sein.
Sammeln Sie über längere Zeit Ihre Notizen und Zeitungssauschnitte, über die sie nicht umgehend berichten. Jetzt ist ein übersichtliches Ablagesystem gefragt, um das Datenmaterial im geeigneten Augenblick wieder zu finden. Bewähren wird sich eine Ablage, die nach den eigenen Blogkategorien aufgeteilt ist. Unterteilen Sie beispielsweise “Technik - Verkehr” in Sichtmäppchen in Hängeregister, da wiederum nach Kategoprien beschriftet sind. Aber mehr als drei, vier Zentimeter dick sollte der Papierstapel nicht werden, sonst wirds wieder unübersichtlich. Misten Sie die Ablage also regelmässig aus.
Wenn Sie Ihre Bilder nicht sauber geordnet und beschriftet im System abgespeichert haben, empfiehlt sich ein Bildschirmschoner mit den eigenen Bildern. Wenn die Datei von Zeit zu Zeit gewechselt wird, haben Sie einen recht guten Überblick, welche Bilder abgespeichert sind. Bei vielen Bildern empfiehlt sich jedoch eine Aufteilung nach Gebieten.
4. Beitrag erstellen
Zumindest vor dem Frühstück und der Zeitungslektüre habe ich eine Idee, über was ich schreiben will. Vielleicht liefert dann die Zeitung oder Nachrichtensprecher eine andere - wir sind ja flexibel. Wem das zu wenig Vorlaufszeit ist, der kann sich am Abend vornehmen, über ein Thema zu träumen. Das kann man trainieren und ist überaus praktisch - es funktioniert bestens. Probieren Sie es einmal aus.
Sobald Sie Ihr eigenes Datenmaterial gesichtet haben, geht es an den Beitrag. Verlinken Sie beim Schreiben sofort, weil Sie unter Umständen einen wunderschönen Link finden, der bei einem fertig geschriebenen unverlinkten Beitrag nicht mehr hinein passt.
Gute Links finden Sie mit einer Suchmaschine - Google, eTools etc. - mit Google-News oder am Schluss bei einem Wikipedia-Artikel. Die besten Linklieferanten gehören in die Blogroll, zu den Favoriten respektive den Bookmarks. Beim Speichern von Lesezeichen ist es von Vorteil, wenn sie einige Stichworte angeben, dann können Sie diese mit dem Lesezeichen-Manager bei Mozilla Firefox in Sekundenschnelle finden, ohne alles selbst einordnen zu müssen. Praktisch erweist sich auch eine Desktop-Suchmaschine und die Suchhilfe im eigenen Blog.
Für Beiträge, die Sie erst in einigen Tagen schreiben, sammeln Sie Ideen auf der Rückseite von nicht mehr benötigten Blättern in einer Sichtmappe, die neben dem PC liegt. Das spart Geld und Nerven.
Um einen neuen Beitrag zu schreiben, sehe ich meine Mappe durch und wähle ein Thema aus. Dazu werden erst auf einem Sudelblatt einige Stichworte notiert und schon geht es los …
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[...] Der Finanzblogger schlechthin in unserer Schweiz ist Stephan. Überraschenderweise berichtet er für diese Parade nicht zu einem finanziellen Thema, sondern erzählt, wie Blogger sich organisieren können, so dass sie zu ihren Themen kommen und das Material für die Schreibarbeit zusammentragen können. Selbst der Traum darf bei Stephan als Ideenlieferant genannt sein. Der vollständige Artikel liegt auf dem BlogPraxis Blog. [...]