Archiv für das Thema: Kommerzielles Bloggen

Bloggen als Brotverdienst. Rund um die materielle Seite der Blogosphäre.

Wer Information besitzt, soll diese nicht horten, sondern für seine Zwecke nutzen. So lautet die Quintessenz des Beitrags von Ralf Fioretti, Betreibes des blog.citytrip.ch. An Hand seiner Erfahrungen mit dem Internet und Blogs zeichnet er deren Vor- und Nachteile für kleine und mittlere Unternehmen der Tourismusbranche auf. Sein lesenswerter Beitrag ist in 13 Kapitel aufgeteilt:

Was ist ein Blog?
Die Angst vor dem Internet
Die traditionelle Reiseindustrie
Warum sollte ein touristisches KMU einen Blog betreiben?
Warum ein Blog, wenn man doch schon eine Webseite hat?
Was ist der Vorteil eines Blogs gegenüber einer Webseite?
Was kostet ein Blog für ein KMU?
Wieviel Zeit benötigt man für einen Blog?
Verschiedene Blog-Einträge brauchen unterschiedlich viel Zeit.
Wer kann einen Blog betreiben?
Wie macht man ein KMU Blog?
Die persönliche Note
Warum ich an der BlogPraxis Business-Blog-Parade teilnehme

 

Von Renato Mitra

Da draussen in der freien Wildbahn des World Wide Web gibt es vor allem zwei Arten von Weblogs: Diejenigen mit Werbung und die Blogs ohne Werbung. Dazwischen gibt es dann noch ein paar Zwischendinge. Beispielsweise werden Blogs mit Google-Werbung bei den Blog-ohne-Werbung-Extremisten so knapp geduldet. Ganz verloren haben aber Blogger, die regelmässig, oder aber auch nur hin und wieder, bezahlte Beiträge in Ihren Blogs veröffentlichen.

Das Bloggen mit bezahlten Posts kann natürlich lukrativ sein, es kann aber neben dem verruchten Image durchaus auch einen Mehrwert für den Blogger und dessen Leser ergeben. Trotzdem sollte man es mit den bezahlten Posts nicht übertreiben. Man verärgert nicht nur die Leser, sondern verliert auch an Glaubwürdigkeit. Damit bezahlte Blogbeiträge nicht zur Qual für die Leser werden, kann man mit ein paar Tricks dafür sorgen, dass die bezahlten Artikel sich gut in die Reihe der normalen Posts einreihen.

Passt das Thema in mein Blog?

Auch ich habe schon mein Lehrgeld bezahlt. Um glaubwürdig zu bleiben sollten in einem Blog wirklich nur bezahlte Posts angenommen werden, welche thematisch passen. Beispielsweise geht es in meinem Weblog um Webdesign. So kann ich diverse Seiten rezensieren und beurteilen über die Usability und Accessibility. Ich gehe vielleicht weniger auf die Angebote ein, kann aber Vorteile und Nachteile der Benutzung eines Webauftritts hervorheben. Natürlich muss der Auftraggeber damit einverstanden sein.

Das Verhältnis der bezahlten Posts niedrig lassen

Wenn ihr nur jeden dritten Tag einen normalen Beitrag veröffentlicht, dann solltet ihr sicher keine zwei bezahlten Aufträge in einer Woche veröffentlichen! Lasst den Leser spüren, dass das Blog einfach nur hin und wieder einen bezahlten Beitrag annimmt. Ein weiterer Trick ist es, vor und nach dem bezahlten Post einen grösseren, tiefgründigen Beitrag zu veröffentlichen. Vielleicht kann das Thema aus dem Auftragsbeitrag gleich in einer Art und Weise aufgegriffen werden und aus einer ganz anderen Sicht beleuchtet werden? Besonders auf der ersten Seite sollte der bezahlte Beitrag nicht all zu lange da stehen.

Sorgt für Mehrwert in den bezahlten Beiträgen

Du kennst Deine Leser. Warum kommen die Besucher bei Deinem Blog vorbei und lesen Deine Artikel? Genau mit dieser Sichtweise sollten Deine bezahlten Beiträge ausgewählt und geschrieben werden. Enttäusche die Leser nicht, dann akzeptieren sie auch hin und wieder einen bezahlten Beitrag. Das Thema der bezahlten Posts kann auch mit ergänzenden oder weiterführenden eigenen Beiträgen abgerundet und erweitert werden.

Fazit

Ob Ihr bezahlte Posts einsetzt oder nicht, dass müsst Ihr alleine für Euch entscheiden. Ihr kennt die Ziele welche Ihr mit Eurem Blog erreichen wollt und so müsst Ihr auch die Konsequenzen von Euren Handlungen selber tragen. Ihr könnt immer davon ausgehen, dass es da draussen Leute gibt, die Euer vorgehen als falsch empfinden und das Blog boykottieren und den Feed kündigen.

Natürlich sind die Tipps nicht vollständig und schon gar nicht abschliessend. Ich denke da draussen gibt es noch weitere gute Hinweise wie man mit bezahlten Beiträgen vernünftig umgehen kann. Ich würde mich freuen wenn ich viele von Euren Meinungen, Erfahrungen und Hinweise in den Kommentaren finden darf.

 

Kunden interagieren mit Marken - so könnte man in wenigen Worten modernes Marketing umreissen. Oder wie es das Cluetrain-Manifest schon vor einigen Jahren festgehalten hat: Märkte sind Konversationen. Soziale Medien und Social Media Marketing (SMM) sind die Schlüsselwerkzeuge, um diese Konversationen zum Laufen zu bringen.

Blogs lassen sich sehr schnell und einfach realisieren. Sie sind daher sehr dazu geeignet, erste Erfahrungen mit SMM zu sammeln. Blogger Michael Gisiger ist der Meinung, dass alle Unternehmen mit einem Corporate Blog als Teil ihrer Marketingstrategie einen Mehrwert generieren können. Aber laut ihm gibt es sieben Typen von Unternehmen, die besonders davon profitieren können. Beitrag lesen.

 

Haben Sie schon darüber nachgedacht, Weblogs als neue Kanäle in Ihre bisherige Öffentlichkeitsarbeit mit ein zu beziehen. Nein? Dann sollten Sie am besten gleich damit anfangen. Denn Blogger sind Multiplikatoren, die ihre Unternehmensbotschaften in Windeseile in der Blogosphäre verteilen können und möglicherweise einen grossen Kreis Ihrer potenziellen, internetaffinen Kundschaft erreichen.

So belegen manche Topblogs schon einmal Reichweiten einer regionalen deutschen Tageszeitung. Aber vorsicht! Sie sollten die weit vernetzten Bürgerjournalisten keinesfalls mit Ihrer gewöhnlichen Pressemitteilung bombadieren. Diese schlechte Angewohnheit könnte böse ins Auge gehen und schlechtenfalls üble Nachrede über Ihr Unternehmen provozieren. Deshalb schön sachte mit den jungen Pferden und möglichst einen anderen PR-Kurs einschlagen. Die hierfür wichtigen Koordinaten, über den richtigen Umgang mit Bloggern im Rahmen Ihrer Medienarbeit, habe ich in ein paar Sätzen kurz für Sie zusammengestellt.

1. Analysieren

Gehen Sie systematisch vor und fragen Sie sich zuvorderst: Welche Blogs könnten meine Zielgruppen interessieren? Danach picken Sie diejenigen Medien heraus, die hierfür in Frage kämen. Mein Tipp: Machen Sie es sich leicht und nutzen Sie Google´s Blog Search. Hier geben Sie einfach Ihr Suchthema in die Maske ein und warten darauf was der Suchkoloss ausspuckt. Glauben Sie mir, Sie werden garantiert fündig.

2. Kommentieren

Schön, Sie haben die Blogs ausfindig gemacht, die für Ihre Zielgruppen interessant sind! Dann kann jetzt der zweite Schritt erfolgen: das Kommentieren. Überstürzen Sie dies aber nicht. Betreiben Sie Blog-Monitoring und befassen Sie sich mindestens eine Woche mit den angepeilten Blogs. Beobachten Sie genau: Wer schreibt hier wie über was, um ein Feeling für das Posten auf diesem Blog zu bekommen. Danach können Sie das Kommentieren ruhig in Angriff nehmen. Aber eine Bitte: Verfassen Sie nur Kommentare die Hand und Fuß haben und verschleiern Sie keinesfalls Ihre Indentität, indem Sie sich als Privatmann ausgeben. Falls jemand Ihre Deckung aufliegen lässt, kann dieser Vorfalls sich kritisch auf Ihr Firmenimage auswirken. Bleiben Sie also bitte immer authentisch! Versuchen Sie auch nicht gleich Ihre Unternehmensnachricht mit aller Gewalt mittels Posting zu verbreiten. In der Ruhe liegt die Kraft -also lassen Sie sich lieber Zeit und gehen das ganze langsam an.

3. Exklusivität bieten

Machen Sie keinen Unterschied und behandeln Sie Blogger genauso so wie Ihre Pressevertreter. Deshalb laden Sie Ihre Webautoren z. B. zu Ihren Messekonferenzen kostenlos ein, senden Ihnen auf Wunsch Produktproben zu oder geben Sie ihnen das Recht schneller als die Presse über Ihr Thema zu berichten. Ist das zu viel verlangt? Nein, denn Sie sollten sich vor Augen halten, dass Sie nur die wichtigsten Blogger zu Ihrem separat geführten Verteiler hinzufügen sollten. Mein Tipp: Stellen Sie am besten zuerst den Kontakt zu Fachblogs her, denn diese haben eine kleine überschaubare Lesergemeinschaft mit einer hohen Leser-Blog-Bindung.

Über den Autor

Sebastian Voss ist freier Berater für Neue Medien & PR in Berlin. Als ausgebildeter Kommunikationswirt ist er außerdem Mitglied bei synergie-effekt, einem überregional aufgestellten Unternehmensberaternetzwerk mit Experten auf den Gebieten Strategieberatung, Kommunikation, Neue Medien und Networking. In seinem Blog veröffentlicht Voss News und Trends aus Marketing und Web 2.0 sowie Tipps und Anregungen für die Praxis.

Link: www.marketingberater20.de

 

Wozu sind Unternehmens-Blogs überhaupt gut? Zur Kundenbindung, ist Thomas Schüpfer überzeugt.

Kundenbindung dank einem Blog

 

Ich blogge, also verdien’ ich. Wer so denkt, hat ganz spezielle Bedürfnisse. Wie man seinen Blog zu einem Goldesel machen kann, beispielsweise. Oder welche Werbeprogramme seriös sind, bei welchen die Beteiligung annehmbar ist und wie man die richtigen Besucher anspricht.

Auch wenn (bisher) kaum ein Blog seine Besitzerin, seinen Besitzer über Nacht zum Grossverdienenden gemacht hat, gibt es wirklich Blogs, die Geld einbringen. Auch im deutschsprachigen Raum. Welche Geschäftsmodelle sind am einträglichsten? Besser eigene Blogs betreiben oder sich einem Netzwerk anschliessen? Lieber sich auf Corporate Blogs spezialisieren oder eine Festanstellung als Blogger, Bloggerin suchen? Teilt eure Erfahrungen, Erfolge und Pleiten mit uns.

Merkmale von Beiträgen für diese Rubrik:

  • Vertiefte Informationen zu kommerziellem Bloggen
  • Tipps und Anleitungen zu Verdienstmöglichkeiten
  • Empfehlungen und Erfahrungsberichte
  • Fachlich und textlich versierte Beiträge

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