Das Ziel einer Parade im virtuellen Raum der Blogs dürfte in den meisten Fällen mit dem Begriff “Wissen bündeln” erklärt sein. Auch hier bei unserer Parade ist das nicht anders: Wir möchten gerne das breite Wissen da draussen in der Blogosphäre mindestens zu einem Thema ansatzweise bündeln, so eine Nachlese bieten und - was mindestens ebenso wichtig ist - Kanäle zur Kontaktaufnahme zu den Autoren der Beiträge ermöglichen.
Und so dürfen wir eine erste Zusammenfassung der Beiträge, die nach unserem ersten Aufruf eingegangen sind, präsentieren. Wir haben unsere “Lieferanten” gebeten, zu einem oder mehreren der vier Themen einen Beitrag zu liefern:
Dabei sind interessante, überraschende und zum Teil witzige Dokumente entstanden, die hier auf diesem Blog dauerhaft zur Verfügung stehen sollen. Die Parade versteht sich aber nicht als beendet oder abgeschlossen. Das Thema bildet ja eine lebendige Entwicklung ab, die wir gerne verfolgen möchten. Deswegen bleibt diese Plattform offen für weitere Beiträge. So, jetzt aber zur Zusammenfassung. Vorbereitet habe ich sie vor einigen Tagen mit meinem vierjährigen Sohn in einer spielerischen Weise, so dass ich mich an einem roten Faden festhalten darf.
Wir beginnen einen kleine Reise durch Themen und Blogs, welche allesamt jenes zu bieten haben, was das Bloggen ausmacht: Authentische Berichte aus der eigenen Erfahrungen. Beginnen will ich mit Lupe, der sich die Web 2.0-Welt etwas angesehen hat.
Der Nutzen aus Communities und Newsboards
Mit einer hochkrätigen Beschreibung der Communities und Newsboards beteiligt sich Lupe, der Satire-Blogger, an der Parade. Welchen Nutzen können Blogger aus der hiesigen Szene der Web 2.0-Motoren erwarten, wie darf oder soll man die Portale einsetzen und selbstverständlich auch wozu? Diesen und weiteren Fragen geht Lupe nach und berichtet hauptsächlich aus eigener Erfahrung. Diese Erfahrung ist es schliesslich auch, welche eine Parade wertvoll und authentisch macht.
Vom Nutzen der Communities möchte ich nun mit Hilfe des webriting-magazins auf die Kunst des Schreibens kommen. Blogs repräsentieren in der Öffentlichkeit vielleicht (noch) nicht die vollendete Schreibkunst. Gerade deswegen dürfte das Thema wichtig sein.
Handwerkertipps nicht nur für Einsteiger
In der Kürze liegt die Würze. 20 Tipps für das Handwerk Schreiben liegen auf webwriting-magazin bereit. Kurz und bündig lassen sie sich lesen. Dazu bin ich der Meinung, dass sie nicht bloss für Einsteiger gemacht sind, sondern für sämtliche Menschen, die gerne schreiben. Darunter gibt es Tipps, die sich immer und immer wieder zu lesen lohnen. Damit darf man sich in Erinnerung rufen, wo die Qualität des Schreibens liegt.
Mit diesem Handwerkszeug in der Tasche - oder mindestens mit den obigen Tipps versehen - gelangen wir zu einem Thema aus dem Bereich Kommerz. Blogs werden von der Unternehmerschaft noch immer nicht als das anerkannt, was sie zu leisten vermöchten, würde man sie nutzen.
Kundenbindung mit Blogs
Thomas Schüpfer fordert Menschen aus Unternehmungen auf, ein Blog zu führen. Damit kann die Kundschaft - und vielleicht auch die potenziellen Neukunden - etwas tiefer als nur bis zum Schreibtisch des Sekretariats in das Unternehmen blicken. Sobald eine persönliche Note sichtbar wird und damit ein Unternehmen “anzufassen” ist, bekommt es Nähe.
Aber auch in der der Zunft der Reiseleute kann sich ein Blog sehr positiv auswirken. Gerade in jener Branche, in der das Zeitalter des Internets viele Veränderungen mit sich gebracht hat, könnte ein Online-Journal gute Dienste leisten.
KMU-Blogs in der Reisebranche
Ralf, der die Website citytrip.ch betreibt, gibt mit seinem Beitrag einen persönlichen und lesenswerten Einblick in die Branche der Reiseveranstalter, vorzugsweise den kleineren und mittleren Betriebe. Im Kontext zum Bloggen beschreibt er die Möglichkeiten und Chancen eies solchen Gefässes. Selbst als Blogger innerhalb seines Angebotes tätig, kennt Ralf die Vorzüge der Online-Journale auch im Business-Bereich.
Nach diesem Ausflug in die Welt der Kommerzblogger freue ich mich, einen Beitrag vorstellen zu dürfen, der genau in das Gegenteil zielt.
Querdenker ohne Position - oder die Freiheit, undumm zu sein
Paperholic, wohl schon eine Legende im Cyberspace, bespricht im Beitrag zu unserer Parade die Fähigkeit, anders zu sein und sich die Freiheit zu nehmen, nicht mit dem Kommerz zu gehen. Dabei wird der Lebensraum der kommerzbloggenden Menschen nicht etwa beschnitten oder schlecht gerühmt, sondern einfach dort gelassen, wo er ist. Sympathisch und rebellisch zugleich.
Aber auch Querdenker brauchen Inspiration, Ideen und “verblogbare” Themen. Stephan Marti gibt dazu einige Tipps, wie es sich die Blogger einfacher gestalten könnten.
Inspiration und Technik
Der Finanzblogger schlechthin in unserer Schweiz ist Stephan. Überraschenderweise berichtet er für diese Parade nicht zu einem finanziellen Thema, sondern erzählt, wie Blogger sich organisieren können, so dass sie zu ihren Themen kommen und das Material für die Schreibarbeit zusammentragen können. Selbst der Traum darf bei Stephan als Ideenlieferant genannt sein. Der vollständige Artikel liegt auf dem BlogPraxis Blog.
Zurück zu den Wurzeln! Was ist überhaupt ein Blog und wozu kann er genutzt werden. Diesen und andern Fragen geht Stefan auf den Grund.
Weblog-FAQ
Schon etwas älter, aber immer noch aktuell, ist das Weblog-FAQ aus dem Hause Stefan Bucher. Mit 24 Fragen und deren Antworten geht Stefan auf die häufigsten Fragen zu Blogs ein. Für Insider dürften die meisten Fragen beantwortet sein. Das FAQ richtet sich denn auch an Neulinge und solche Blogger, die sich noch etwas tiefer in die Materie einarbeiten möchten.
FAQ und Tipps wie Tricks mögen allesamt eine Reihe von Vorteilen bieten. Aber die sind Ware ab der Stange, gemacht für eine breite Leserschaft ohne tiefere Individualisierung. Hier ha(c)kt Peter ein und bestreitet den Nutzen von Tipps.
Tipps für die Fische
Peter Kröner bespricht auf seinem Beitrag die Überschätzung von Blogtipps und deren Nutzen. Mehr Individualität zulasten dem Einheitsbrei, mehr eigene Gedanken, Ideen und Konzepte statt Lösungen von der Stange, das ist wohl die Devise. Blogs sind so verschieden, wie ihre Besitzer. Deswegen ist es durchaus sinnvoll, die Tipps zuvor zu prüfen, zu verwerfen oder allenfalls den eigenen Bedürfnissen anzupassen.
Einen ebenso wichtigen Bereich für Tipps sind Auftragsarbeiten, also bezahlte Beiträge, die auf dem eigenen Blog veröffentlicht werden. Währenddem es noch immer einige Dinosaurier gibt, die kommerzielle Ideen auf Blogs grundsätzlich ablehnen, können die Tipps von Renato etwas Klarheit für diejenigen Blogger schaffen, die sich nicht dermassen in die Befreiung der Cyberspaces verbissen haben.
Bezahlte Beiträge in Blogs
Renato Mitra berichtet auf seinem Blog über seine Erfahrungen mit bezahlten Beiträgen. Daraus leitet er einige Tipps ab, welche in diesem Fall - im Gegenzug zu Peters Aussagen - durchaus angenommen werden können. Der wohl wichtigste Tipp beschreibt die Themenverwandtschaft zwischen der Auftragsarbeit und dem betreffenden Blog.
Und wie könnte die Welt aus der Sicht der Firmen aussehen, die mit Blogs zusammen arbeiten möchten? Welche Herausforderungen könnten bei ihnen den Alltag prägen? Sebastian Voss hat ein paar Antworten zu diesem Thema parat.
Unabhängige Blogs als PR-Plattform nutzen
In seinem Beitrag geht Sebastain Voss auf die Vorzüge unabhängiger Blogs im Zusammenhang mit der PR-Arbeit ein und stellt sie auf dieselbe Ebene wie die klassischen Presse. Ausserdem darf man bei ihm lesen, wie man sich am besten an die geeignetsten Blogs heranpirscht.
Umgekehrt ist auch gefahren. Denn es gibt auch Firmen, die gleich selbst zum Werkzeug Blog greifen (wollen) und damit in Verbindung zum Kunden treten möchten. Michael notiert dazu einige Gedanken.
Das Firmenblog und die Vorteile
Michael Gisiger kommt in seinem Beitrag auf sieben verschiedene Firmentypen, die ein Blog betreiben könnten, um sich daraus Vorteile zu verschaffen. Die sieben verschiedenen Kriterien lassen sich mehrfach zuweisen. Darunter finden sich Vorteile, die sich so manche Firma etwas genauer ansehen sollte.
Die beiden vorerst abschliessenden Beiträge stammen beide von Jürg Vollmer. Seine vergangene journalistische Tätigkeit kommt ihm entgegen, wenn er solche Arbeiten schreibt. Denn sie dienen der gesamten Blogosphäre und können als Nachschlagewerke benutzt werden. Ich spreche vom Krusenstern Weblog-Handbuch und den Tipps für bessere Blogtexte.
Das Weblog Handbuch und gezielte Wortwahl
Das kleine Weblog-Handbuch in der Ausgabe 1.1 ist mittlerweile so bekannt, dass sich dessen Verlinkung hier kaum bemerkbar machen wird. Es ist ein Werk, das praktisch alle Bereiche aus dem Schaffen rund um Blogs abdeckt. Die Arbeit ist in Kapitel gegliedert. Aber auch die Tipps von Jürg Vollmer zu besseren Blogtexten sind lesenswert, auch für erfahrene Publizisten.
Ein dickes Dankeschön an alle Teilnehmer!
Für die Beiträge möchte ich mich auch im Namen von Daniela bedanken! Einmal mehr zeigt sich, dass Inhalte losgelassen werden sollten, so sie sich ausdehnen können. Will man sie festhalten, können sie nicht wachsen. In diesem Sinne bleibt diese kleine Sammlung für weitere Beiträge offen.
In einem nächste Schritt kommen Daniela und ich auf Euch zu, um zu besprechen, wie wir mit der Blogpraxis, respektive den Blogtipps, weiterfahren wollen.